Double Happiness

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Double Happiness – Trailer

Double Happiness International Premiere:
DOK Leipzig, International Documentary Filmfestival, Competition Young Cinema
DPH:DOX Copenhagen, International Documentary Filmfestival

Double Happiness JETZT IM KINO:

Oktober Matinee Programm im Cinema Paradiso St. Pölten, 5.,12.,19., 26.10.
18.10., 20:00, Kino Ebensee mit Filmgespräch
19./21./23.10. Kino Ebensee
24.10.,19:30,  City Kino Steyr mit Filmgespräch
Das Zentrum Radstadt, 7.11./ 15:15 und 8.11./16:15 mit Filmgesprächen

Wien:
20.10./ 23.11./ 7.12. –Votiv Kino Wien
20.10., 20:30, Votiv Kino Wien mit Filmgespräch

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DOUBLE HAPPINESS, 74 min., DCP, 2014                             English Version

Double Happiness is distributed by Sixpackfilm Vienna

Unter Double Happiness versteht man im chinesischen Raum jenes Glück, das sich automatisch verdoppelt, wenn zwei Menschen beschließen, für immer miteinander zu leben. Ella Raidel hat dieses schöne, optimistische Bild als Titel für ihren ersten langen Dokumentarfilm gewählt. Doch vielleicht sollte man gar nicht von einem Dokumentarfilm sprechen, schon gar nicht von der handelsüblichen Globalisierungs-Doku, denn es handelt sich vielmehr um einen sehr klugen, pointierten und vor allem mit viel Einfühlungsvermögen und Gespür gestalteten filmischen Essay. Ausgehend von der viel publizierten, aber eher banalen Tatsache, dass „die Chinesen“ in der Nähe der Freien Wirtschaftszone Shenzhen die oberösterreichische Touristenattraktion Hallstatt, oder zumindest Teile davon, quasi maßstabgetreu nachgebaut haben, wirft Raidel einen sehr präzisen Blick auf das heutige China, völlig unbeeindruckt von den beiden Gegenpolen des aktuellen westlichen China-Bildes, das zwischen atemloser Bewunderung für das „Wirtschaftswunderland“ und platter Kritik an den „politischen Verhältnissen“ wenig Spielraum lässt. Dank eigener kluger Beobachtungen und mit Hilfe hervorragend ausgewählter GesprächspartnerInnen, vornehmlich aus den Bereichen Architektur und Stadtplanung, entsteht das Panorama eines Landes an einem heiklen Punkt seiner politischen, sozialen und wirtschaftlichen Entwicklung. Wie jeder gute Film wirft auch dieser mehr wichtige Fragen auf, als er beantwortet – wie die nach dem Verhältnis von Tradition, Moderne und Zukunft, zwischen realen Gegebenheiten und spätkapitalistischen Träumen, zwischen notwendigem Fortschritt und der Bewahrung einer intakten Umwelt. Double Happiness würde wohl auch darin bestehen, diese zum Teil recht heftig klaffenden Gegensätze miteinander zu „vermählen“. (Andreas Ungerböck)

DOUBLE HAPPINESS  is a filmic journey to China, where a clone of the Upper Austrian town of Hallstatt has been realized as a real estate project. The film tells of the copy planned in secret and of its discovery, of the motivation and the background for the construction of the fairy-tale-like replica in a region with a population of millions as a consequence of globalization. In Chinese, DOUBLE HAPPINESS stands for marrying and the associated happiness for both sides. The duplicated happiness unfolds in parallel worlds of original and copy, real life and fiction, dream and reality.

DHFlyer

Conception and Realisation: Ella Raidel, Camera: Martin Putz, Montage: Karina Ressler, Sound: Wong Ka Ho, Music: Rudi Fischerlehner, Sounddesign: Matthias Kassmannhuber, Marco Zinz, Production Consultant: Peter Janecek, Cast: Yaki Cang, With: Monika Wenger, Siegwulf Turek, MAD Architect Ma Yansong, Wu Wenyuan, Yansplan and others.

Double Happiness – Teaser:

“Filmemacherin Ella Raidel eröffnet das heute startende “Crossing Europe Filmfest” in Linz mit einem Werk, das auf respektvolle Weise der Verbindung und dem Austausch zwischen dem Original im Salzkammergut und der asiatischen Kopie nachspürt.”
“Raidel macht es einem damit herrlich einfach, über die Ernsthaftigkeit zu schmunzeln, mit der man Traditionen und Heimat auf einen Sockel stellt.” (Oberösterreichische Nachrichten)

“In Raidels Doku verschwimmen die Grenzen – zwischen Schönheit und Kitsch, der Realität und einer am Reißbrett konzipierten Welt, zwischen einer zerstörten Umwelt und der glattpolierten Oberfläche. Ein zauberhafter Film, voll anmutiger, doppeldeutiger Bilder, der trotz seiner künstlichen Schönheit genauso wie das Original-Hallstatt etwas sehr Mystisches hat. ” (Tiroler Tageszeitung/Apa)

„Bei alldem erfährt man jedenfalls nicht nur viel über das Projekt, die chinesische Herangehensweise und Kultur, sondern man hinterfragt durch den auffälligen Vergleich auch das eigene Selbstverständnis von Heimat. Neben dem großartigen Unterhaltungswert macht diese fast ethnografische Vorgehensweise den Film so wertvoll.“
„…die kulturquerende Stilisierung und der Spaß am Kitsch machen den Reiz des Films aus“ (Mokant.at)

Von Hallstatt aus geht es auf eine anregende filmische Gedankenreise, bei der Original und Nachempfindung, Fantasie und Wirklichkeit verschmelzen. Wo sind wir, wenn eine hübsche Chinesin im Dirndl den Mond ansingt: „Meine Zuneigung ist echt“? Offenbar in einem feuchten kapitalistischen Traum. Denn Hallstatt/China ist ein luxuriöses Investmentprojekt und nur ein Nebenprodukt des gigantischen Baubooms. Wo bleiben „wir“ und unsere Kultur dabei, fragen chinesische Architekten und Stadtplaner. Der Film entdeckt ein an sich zweifelndes China und verweist zugleich mit seiner clever verschachtelten Erzählstruktur ironisch auf „uns“ Europäer zurück. Auch die Identitätskrise verdoppelt sich. (Lars Meyer/Dok Leipzig, 2014)

You never quite known if what you are seeing is ‘real’ in its disorienting, but extremely precise arrangement of location footage and miniature models, as well as of TV shows and interviews with Chinese architects and urban planners. But is authenticity a part of a present, where the world’s new economic superpower is in the process of redefining itself and its history? From a strange place between an imported idea of a romantic past that never way, and an uncertain future in the name of unbridled capitalism, Chinese engineers are in the process of creating a bubble of security, where everything is completely under control – and where only the richest of the rich can afford to live.(CPH:DOX*, 2014)